Hornig | Dr. HändlerRechtsanwälte Fachanwälte

Andreas Hornig

Rechtsanwalt, Bankkaufmann
Fachanwalt für Familienrecht
Fachanwalt für Erbrecht

Dr. Jörg Händler

Rechtsanwalt
Fachanwalt für Strafrecht
Fachanwalt für Medizinrecht

Michael Bramme

Rechtsanwalt
Fachanwalt für Familienrecht
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht

Zertifiziert nach ISO 9001:2015

Ihre Zufriedenheit ist unser täglicher Ansporn.

Wir sind ein Team spezialisierter Rechtsanwälte und Fachanwälte in Bamberg.

Mit unserem Fachwissen, unserer langjährigen Berufserfahrung, insbesondere aber auch mit unserer Begeisterung und unserem Engagement für unseren Beruf, engagieren wir uns für die erfolgreiche Lösung Ihrer rechtlichen Anliegen.

Viele Weiterempfehlungen zufriedener Mandanten bestätigen den Erfolg unserer Arbeit. Dies ist unser täglicher Ansporn.

Wie können wir Ihnen helfen?
Bei einem ersten Beratungsgespräch zeigen wir Ihnen individuelle und zielführende Lösungen auf. Unsere Kanzlei befindet sich im Stadtzentrum von Bamberg in unmittelbarer Nähe zu den örtlichen Gerichten und bietet für unsere Mandanten kostenlose Parkplätze für die Dauer des Kanzleibesuchs.

Informationen aus unseren Fachgebieten

Kinder: Höherer Unterhalt ab 1.Januar 2017

Ab dem 1.1.2017 steigt der Mindestunterhalt minderjähriger Kinder gemäß § 1 der Mindestunterhaltsverordnung monatlich in der ersten Altersstufe um 7 € auf 342 €, in der zweiten Altersstufe um 9 € auf 393 € und in der dritten Altersstufe um 10 € auf 460 €. Wie bisher unter Abzug des halben staatlichen Kindergeldes errechnet sich dann der Zahlbetrag. Die notwendigen Anpassungen an die weiteren Einkommensgruppen werden zu einer erneuten Änderung der „Düsseldorfer Tabelle“ führen.

Vereinbarungen zum Umgangsrecht

Rechtsstreitigkeiten über die Regelung des Umgangsrechts eines Elternteils enden häufig mit gerichtlich gebilligten Vereinbarungen. Diese Vereinbarungen müssen mit Leben gefüllt werden. Das bedeutet zum einen, dass die Eltern diese Vereinbarungen zu den Umgangszeiten jederzeit einvernehmlich anders gestalten können, als zunächst schriftlich niedergelegt. Zum anderen aber müssen die Regelungen in der Praxis zunächst einige Zeit durchgeführt werden, bevor ein etwa unzufriedener Elternteil wieder eine Abänderung der Vereinbarung mit Aussicht auf Erfolg beantragen kann. So wurde kürzlich entschieden, dass ein Zeitraum von ca. 2 Monaten zwischen der gerichtlich protokollierten Umgangsvereinbarung und einem Abänderungsantrag bei Gericht keine ausreichend lange praktische Umsetzung darstellt, OLG Brandenburg, Entscheidung vom 16. September 2015 (9 WF 207/15).
Eine starre Zeitgrenze gibt es allerdings nicht. Diese wird von Einzelfall zu Einzelfall abhängig sein und vor allem auch vom geltend gemachten Abänderungsgrund. Jedenfalls sollte bei gerichtlichen Vergleichsgesprächen zu Umgangsterminen immer ein Kalender mitgeführt werden, damit man nicht von der Situation „überfahren“ wird. Sinnvoll ist die Hinzuziehung eines Rechtsanwaltes. Wir beraten Sie gern

 

Unterhalt für Eltern - Elternunterhalt

Wird die Finanzierung von Pflege in einem Heim erforderlich, reicht das eigene Einkommen und Vermögen der Eltern hierfür nicht mehr aus und sind auch Ansprüche auf Zahlung von Pflegegeld und Grundsicherung erschöpft, sind grundsätzlich ihre Kinder mit ihrem Einkommen und Vermögen unterhaltspflichtig. Erst wenn kein Verwandter gerader Linie unterhaltspflichtig ist muss der Träger der Sozialhilfe die Finanzierungslücke schließen. Es gelten unter anderem folgende Grundsätze:

1. Zunächst ist zu prüfen, ob Eltern ihren Unterhaltsanspruch verwirkt haben, z.B. weil sie sich früher nicht selbst um ihre Kinder gekümmert haben oder früher selbst gegenüber den Kindern gegen ihre damalige Unterhaltspflicht verstossen haben.

2. Ferner kann es mit einem oder mehreren Kindern vertragliche Vereinbarungen geben, aufgrund derer nur die Vertragspartner Unterhaltspflichten haben, z.B. bei Verträgen zur Regelung vorweggenommener Erbfolge oder Verträgen, die ein Leibgeding oder ein Wohnrecht vorsehen, wie sie insbesondere auch heute noch auf dem Land gerne abgeschlossen werden.

3. In einem dritten Schritt ist festzustellen, ob ganz oder teilweise Vermögensübertragungen der Eltern rückgängig gemacht werden können. Das ist in der Regel der Fall, falls die unentgeltliche Vermögensübertragung noch keine 10 Jahre zurück liegt.

4. Im übrigen gilt der Grundsatz, dass die Kinder im gleichen Rang dem Grunde nach haften und der Höhe nach jeder einzelne von ihnen nach seinen eigenen Einkommens- und Vermögensverhältnissen herangezogen werden kann, falls nach Abzug eigener vorrangiger Unterhaltspflichten für eigene Kinder oder Ehepartner und nach Abzug relativ großzügiger Freibeträge dann für den Elternunterhalt noch etwas übrig bleibt.

5. Bleibt nach Anwendung dieser Grundsätze bei mehreren Kindern für den Elternunterhalt unterschiedlich viel übrig haften sie für die Finanzierung der anderweitig nicht zu deckenden Pflegekosten ihrer Eltern anteilig. Hierfür ist dann eine Berechnung nach kaufmännischem Dreisatz erforderlich.

Zum Ganzen existiert so umfangreiche Einzelfallrechtsprechung, dass die Frage, ob und in welcher Höhe tatsächlich Unterhaltspflichten bestehen, nur mit Hilfe eines entsprechend erfahrenen Fachanwalts für Familienrecht geklärt werden sollte.

Stationäre Pflege und Unterhalt für den Ehepartner

Wird einer der Eheleute stationär pflegebedürftig entstehen hohe Heimkosten, für welche der andere Partner im Rahmen des Unterhalts nach den gleichen Grundsätzen haftet, wie sie beim Trennungsunterhalt gelten. Das bedeutet, dass der gesunde Partner unter Umständen so viel bezahlen muss, dass ihm nur noch das Existenzminimum verbleibt (Hierzu der Bundesgerichtshof: XII ZB 485/14, Beschluss vom 27.4.2016).

Lassen Sie sich rechtzeitig beraten!

Kompetenz und Einfühlungsvermögen

Erbe - Testament - Pflichtteil - Vermächtnis - vorweggenommene Erbfolge - Schenkung auf den Todesfall - Pflichtteilsergänzung - Pflichtteilsausgleichung - Erbausgleichung - Haftungsbeschränkung - Erbschaftssteuer - Bestattung

Alle diese Themen gehören zur täglichen Praxis eines Fachanwalts für Erbrecht. Hinter jedem Thema verbergen sich für den Laien komplizierte und nicht leicht verständliche Regelungen, deren rechtzeitige und richtige Anwendung für die Beteiligten notwendig ist um Verluste zu vermeiden und die mit dem Erbfall verbundenen Probleme möglichst rasch und dauerhaft zu lösen. Die Bearbeitung erfordert neben juristischem Sachverstand insbesondere auch ein gutes Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge und menschliche Schicksale sowie ein durch Erfahrung geschultes Einfühlungsvermögen. Im Idealfall gelingt neben der Auflösung solcher Fälle auch noch die Aussöhnung miteinander verstrittener Familienangehöriger.

Streit über handschriftliche Testamente

Immer wieder führen wir Streitigkeiten über die Wirksamkeit von handschriftlichen Testamenten. Bleiben im Ergebnis Zweifel liegt kein gültiges Testament vor. Denn hierfür muss gerade außer Zweifel sein, dass das Schriftstück einen ernstlichen Testierwillen des Erblassers wiedergibt. Solche Zweifel können sich aus dem Fundort und einer nachlässigen Gestaltung ergeben. So lässt z.B. eine Kritzelei auf einem Zettel, der in einem Durcheinander im Schreibtisch liegt, den Rückschluss zu, dass es sich eher um einen Entwurf handelt und nicht um eine ernsthaft gewollte letztwillige Verfügung.